Konstanz: Zufahrten auf Seeton und am Bodanrück
Am Seeufer liegt in Konstanz weicher, erschütterungsempfindlicher Seeton. Für Zuwegungen und Kranplätze gelten dort andere Regeln als auf dem Bodanrück.
KonstanzZuwegungen & Baustraßen in Konstanz.
In der Konstanzer Altstadt liegen unter einer Auffüllung mächtige, breiige bis weiche Beckensedimente aus schluffigem Ton. Sie gelten als stark setzungsgefährdet und erschütterungsempfindlich; beim Bau des Postamts waren Rammpfähle deshalb ausgeschlossen. Was für Gründungen gilt, spielt auch beim Wegebau eine Rolle: Schwere Vibrationswalzen können solche Böden eher stören als verdichten, und konzentrierte Kranlasten führen zu Setzungen. Wir verteilen Lasten deshalb großflächig und wählen schonende Verdichtungsverfahren.
Die neueren Stadtteile liegen auf dem hügeligen Bodanrück zwischen Untersee und Überlinger See. Dort gelten die Befunde aus der Altstadt nicht, und Zufahrten werden eher zur Frage von Hangneigung und Wegeführung. Das Stadtgebiet hat eine lange Uferlinie; beim Bodensee-Hochwasser kam es in der Vergangenheit zu wochenlangen Überflutungen am Ufer. Standorte in Seenähe planen wir deshalb mit Blick auf den Seespiegel und mit Befestigungen, die einen höheren Wasserstand vertragen.
Was den Wegebau in Konstanz bestimmt
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Erschütterungsempfindlicher Seeton
Die Beckensedimente reagieren auf Vibration und Last mit Setzungen. Statische Verdichtung, Lastverteilungsplatten und Geogitter sind hier die Mittel der Wahl.
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Bodensee-Hochwasser
Bei hohem Seespiegel werden Uferbereiche über längere Zeit überflutet. Zufahrten in Seenähe planen wir rückbaubar und lagern kein Material in gefährdeten Bereichen.
- 03
Bodanrück
Auf dem hügeligen Bodanrück stehen andere Böden an als in der Altstadt. Trasse und Aufbau werden dort am Standort neu bewertet.
- 04
Windzone als Planungsgrundlage
Nach der Zonenzuordnung liegt Konstanz als Anrainergemeinde in Windzone 2, einzelne Bereiche weiter vom Ufer ggf. in Zone 1 – maßgeblich ist die Statik des Einzelstandorts. Für den Kranhub gelten die Windgrenzen des Geräts.
In Ufernähe bauen wir Konstanzer Zuwegungen möglichst leicht und lastverteilend auf: Geotextil, Geogitter, Schottertragschicht ohne schwere Vibrationsverdichtung oder temporäre Platten, die nach Bauende vollständig entfernt werden. Kranstellflächen bemessen wir auf die Pratzenlasten mit großzügiger Lastverteilung. Auf dem Bodanrück prüfen wir Untergrund und Hangneigung und legen den Aufbau entsprechend fest. Während der Bauphase behalten wir den Seespiegel im Blick. Abschließend stellen wir alle Flächen wieder her.
Zuwegungen & Baustraßen.
- Herstellung von Baustraßen
- Standorterschließung
- Kranstellflächen
- Schotterflächen und Befestigungen
- Wiederherstellung bestehender Wege
Häufige Fragen zu Konstanz.
Die Beckensedimente gelten als erschütterungsempfindlich. Vibration kann sie stören und Setzungen auslösen, auch an Nachbargebäuden. Statische Verdichtung und Lastverteilung sind dort schonender.
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