Zuwegungen und Baustraßen in Kempten (Allgäu)
Bewegtes Moränenrelief, vermoorte Senken und lange Winter: Im Allgäu um Kempten muss eine Zufahrt mehr aushalten als anderswo.
KemptenZuwegungen & Baustraßen in Kempten.
Kempten liegt an der Iller am Alpennordrand, im Jungmoränengebiet mit seinem stark bewegten, unregelmäßigen Relief. Höhenrücken wie Halde, Burghalde und der Lenzfrieder Höhenrücken gliedern das Stadtgebiet, Bäche wie Rottach, Durach und Leubas haben sich tobelartig zur Iller eingeschnitten. Das Stadtgebiet reicht von 646 m bis 915 m am Mariaberg. Eine Baustraße zu einem Standort auf einem Rücken muss diese Geländeformen umgehen oder überwinden, ohne die steilen Tobelränder zu belasten.
Zahlreiche Moore sind für den Raum charakteristisch, bedingt durch Klima und eiszeitliche Überprägung. Moorige Senken tragen schwere Fahrzeuge kaum und reagieren mit Setzungen. Dazu kommen hohe Sommerniederschläge, Föhn und Wolkenstau vor den Alpen mit ergiebigen Niederschlägen sowie schneereiche Winter. Für die Zuwegung heißt das: Wir planen den Aufbau für nasse Verhältnisse, sehen ausreichend Entwässerung vor und berücksichtigen, dass Bauzeitfenster im Winter knapp werden können.
Allgäuer Bedingungen am Standort
- 01
Moorige Senken
Moorböden sind weich und setzungsempfindlich. Wo sich die Senke nicht umfahren lässt, kommen Bodenaustausch, bewehrte Tragschichten oder Fahrplatten zum Einsatz.
- 02
Tobel und Rücken
Tief eingeschnittene Bachtäler begrenzen die Trassenführung. Kranstellflächen halten ausreichend Abstand zu Hangkanten.
- 03
Niederschlag und Schnee
Nach der Zonenzuordnung liegt Kempten in Schneelastzone 3, der Lastwert hängt stark von der Geländehöhe ab – maßgeblich ist die Statik des Einzelstandorts. Für den Wegebau bedeutet das: Entwässerung, Frostschutz und Winterdienst mitplanen.
Rund um Kempten planen wir Zuwegungen mit Blick auf Wasser. Die Tragschicht wird so bemessen, dass sie auch auf durchfeuchtetem Moränenlehm trägt, Seitengräben und Querabschläge führen Niederschlag von der Fahrbahn. Moorige Abschnitte umfahren wir, wo das Gelände es zulässt; sonst verteilen Geogitter oder Platten die Last. Bei Arbeiten in der kalten Jahreszeit stimmen wir Räumung und Zugang ab. Nach Abschluss werden Wiesen und Alpwege wiederhergestellt und provisorische Befestigungen entfernt.
Zuwegungen & Baustraßen.
- Herstellung von Baustraßen
- Standorterschließung
- Kranstellflächen
- Schotterflächen und Befestigungen
- Wiederherstellung bestehender Wege
Häufige Fragen zu Kempten.
Das ist möglich, aber aufwendig und ökologisch heikel. Wir prüfen zuerst eine Umfahrung; ist sie nicht möglich, verteilen Geogitter oder Fahrplatten die Last, und die Fläche wird nach dem Bau wiederhergestellt.
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