ZRS-Flächen und Zufahrten für Tübingen
In Tübingen liegen stabiler Baugrund und einer der ungünstigsten Rutschhorizonte des Landes oft dicht beieinander.
TübingenZRS & Standortinfrastruktur in Tübingen.
Der Tübinger Untergrund besteht überwiegend aus Mittlerem Keuper. Stubensandstein und Lias α gelten als stabiler Baugrund, der plastische Knollenmergel dagegen als schlecht bebaubar; der Nordhang des Österbergs ist als labiler Baugrund unbebaut. Die Talebene des Neckars besteht aus alluvialen Schottern. Das Stadtgebiet reicht von 307 m im östlichen Neckartal bis 515,2 m am Hornkopf im Schönbuch. Die Altstadt liegt auf einem Sattel zwischen Schlossberg und Österberg, Universität und Gewerbe in der Talebene.
Für Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen ist entscheidend, auf welcher Schicht ein Standort liegt. Auf Stubensandstein oder Schotter lassen sich Flächen mit üblichem Aufwand befestigen. Auf Knollenmergel, landesweit ein wiederkehrender Rutschhorizont mit quellfähigen Tonmineralen, sind Wasser und Hangneigung die kritischen Größen. Wir prüfen die Schichtlage, bevor wir Trasse, Aufbau und Entwässerung festlegen, und berücksichtigen die Landschaftsschutzgebiete rund um die Stadt, die neue Trassen im Außenbereich spürbar einschränken können.
Keuperschichten und Neckartal
- 01
Knollenmergel
Bei Wasserzutritt quillt er und verliert an Festigkeit. Zufahrten über Knollenmergel brauchen eine Trennlage, eine kräftige Tragschicht und eine Entwässerung, die kein Wasser in den Hang bringt.
- 02
Stabile Schichten
Stubensandstein und Lias α tragen gut. Wo möglich legen wir Flächen auf diese Schichten und führen Zufahrten über sie.
- 03
Schotter im Tal
Die Talebene mit alluvialen Schottern ist gut befahrbar. Dort steht ein sauberes Gefälle im Vordergrund.
- 04
Schutzgebiete
Landschaftsschutzgebiete wie Schönbuch, Rammert, Unteres Ammertal und Mittleres Neckartal setzen Grenzen für neue Trassen.
Wir beginnen mit der Frage, welche Keuperschicht ansteht. Auf Knollenmergel halten wir Hangeingriffe klein, fassen Hangwasser oberhalb und leiten Niederschlag geschlossen ab, statt ihn versickern zu lassen. Böschungen legen wir flach an. Auf Stubensandstein und in der Schotterebene genügt meist ein konventioneller Aufbau mit Tragschicht und Quergefälle. Nach der Karte der Erdbebenzonen liegt Tübingen in Zone 3; für Böschungen und Bauwerke ist das am Einzelstandort zu prüfen. Nach der Zonenzuordnung gilt Schneelastzone 2.
ZRS & Standortinfrastruktur.
- Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen
- Standortbefestigungen
- Entwässerungsmaßnahmen
- Geländeprofilierung und Erdmodellierung
Häufige Fragen zu Tübingen.
Er ist plastisch, quillt bei Wasserzutritt und ist ein bekannter Rutschhorizont. Zusätzliches Wasser oder steile Einschnitte können Rutschungen begünstigen.
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