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ZRS & Standortinfrastruktur · Baden-Württemberg

Standortinfrastruktur in Stuttgart – Flächen ohne Risiko für den Untergrund

Im Stuttgarter Talkessel ist Wasser die heikelste Größe beim Flächenbau: Wohin Niederschlag versickert, kann den Baugrund verändern.

ZRS & Standortinfrastruktur in Stuttgart.

Unter der Sohle und den unteren Hängen des Stuttgarter Talkessels stehen die Schichten des Gipskeupers an. Im unausgelaugten Zustand enthalten sie quellfähigen Anhydrit, der sich bei Wasserzutritt in Gips umwandelt – verbunden mit Volumenzunahme, Quelldruck und möglichen Hebungen. Für Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen am Mobilfunkstandort ist das keine Randnotiz: Eine Versickerungsmulde an der falschen Stelle kann genau diesen Wasserzutritt auslösen.

Hinzu kommt, dass ein großer Teil des Stadtgebiets im Heilquellenschutzgebiet Stuttgart liegt, mit zonenweise abgestuften Beschränkungen für Eingriffe ins Grundwasser. Das Gelände reicht von 207 m an der Neckarschleuse Hofen bis 549 m auf der Bernhartshöhe, viele Standorte liegen in Hanglagen. Wir planen Zufahrten, Befestigungen, Entwässerung und Geländemodellierung in Stuttgart deshalb mit besonderem Blick auf Wasserführung, Schutzzonen und tragfähigen Untergrund.

Vor Ort in Stuttgart

Talkessel, Gipskeuper und Schutzzonen

  • 01

    Quellfähiger Anhydrit

    Wasserzutritt bei Erdarbeiten kann im Gipskeuper Quellhebungen auslösen. Gezielte Versickerung im Talkessel planen wir nur nach geotechnischer Klärung, ansonsten leiten wir Wasser geordnet ab.

  • 02

    Heilquellenschutzgebiet

    Die Mineralquellen von Bad Cannstatt und Berg sind durch Schutzzonen gesichert. Je nach Zone sind Eingriffe in den Untergrund eingeschränkt – das betrifft auch Aushubtiefen und Versickerungsanlagen.

  • 03

    Tonige Böden und Auffüllungen

    Das Landesamt weist für Stuttgarter Bebauungspläne auf saisonales Schwinden und Quellen toniger Verwitterungsböden und auf Auffüllungen hin, die ggf. nicht zur Lastabtragung geeignet sind. Wir prüfen daher den Unterbau jeder Fläche.

  • 04

    Hanglagen

    Mit fast 350 m Höhenunterschied im Stadtgebiet verlangen viele Zufahrten Steigungsstrecken, Querrinnen und gesicherte Böschungen.

Bevor wir eine Fläche entwässern, klären wir, in welcher Schutzzone und auf welchem Gestein sie liegt. Im Talkessel bevorzugen wir geschlossene Ableitung in vorhandene Vorflut statt Versickerung, damit kein Wasser unkontrolliert in den Gipskeuper gelangt. Auffüllungen unter geplanten Rangierflächen erkunden wir und ersetzen sie, wenn sie nicht tragen. Tonige Böden trennen wir vom Aufbau und schützen sie vor Austrocknung und Durchfeuchtung. An Hängen führen wir Zufahrten mit flachem Längsgefälle und Querabschlägen und halten Einschnitte gering.

Leistungsumfang in Stuttgart

ZRS & Standortinfrastruktur.

  • Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen
  • Standortbefestigungen
  • Entwässerungsmaßnahmen
  • Geländeprofilierung und Erdmodellierung
FAQ

Häufige Fragen zu Stuttgart.

Im unausgelaugten Gipskeuper kann Wasserzutritt Anhydrit in Gips umwandeln und Hebungen verursachen. Deshalb klären wir Versickerung geotechnisch und leiten im Zweifel ab.

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