Zufahrten und Standortflächen im Rosenheimer Becken
Rosenheim steht auf dem Grund eines eiszeitlichen Sees – eben, aber mit Mooren und weichen Ablagerungen, die beim Flächenbau Aufmerksamkeit verlangen.
RosenheimZRS & Standortinfrastruktur in Rosenheim.
Der Inngletscher hat das Rosenheimer Becken ausgeschürft, darin lag der eiszeitliche Rosenheimer See. Er hinterließ mächtige Ablagerungen; sichtbare Reste sind die Moore zwischen Raubling, Bad Aibling und Bad Feilnbach und der Simssee. Das verlandete Becken ist nahezu eben, doch an vielen Stellen geht der flache Seegrund abrupt in eine relativ steile Uferböschung über. Rosenheim selbst liegt auf rund 447 m ü. NHN am Zusammenfluss von Mangfall und Inn.
Ebenes Gelände erleichtert Anfahrt und Flächenbau – solange der Untergrund trägt. Im Becken gibt es ausgedehnte Moorbildungen, teils mit industriellem Torfabbau, und das Gelände an der Innbrücke im Mündungsbereich der Mangfall war wegen sumpfigen Bodens lange nicht bebaubar. Wir bauen Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen deshalb erst nach einer Erkundung des Untergrunds und wählen den Aufbau passend zu dem, was wir vorfinden.
Seebecken, Moor und Inn
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Moore und Torf
Torf ist stark zusammendrückbar und kaum tragfähig. Für dauerhaft ebene Rangierflächen ersetzen wir ihn im Lastbereich oder verteilen die Last mit Geogitter und Tragschicht.
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Abrupte Uferböschungen
Am Rand des alten Seegrunds steigt das Gelände plötzlich an. Zufahrten über diese Kanten brauchen Rampen mit gesicherten Böschungen und eine Wasserführung, die den Hangfuß nicht vernässt.
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Gesunkener Grundwasserspiegel
Seit der Innregulierung hat sich das Flussbett eingetieft, und der Grundwasserspiegel in den Innauen ist gesunken. Ob am konkreten Standort Wasser ansteht, klären wir trotzdem vor Ort.
Bevor wir eine Zufahrt bauen, sondieren wir, ob unter der Oberfläche Moor, Seeablagerungen oder Kies liegen. Auf weichem Untergrund setzen wir auf einen Aufbau, der die Last breit verteilt und spätere Setzungen ausgleicht, und halten das Gewicht der Aufschüttung gering. Auf der ebenen Fläche erzeugen wir ein bewusstes Gefälle, damit sich kein Wasser sammelt. An den Uferböschungen des alten Seegrunds modellieren wir Rampen mit flacher Neigung. Nach der Zonenzuordnung liegt Rosenheim in Schneelastzone 2 – Räumflächen planen wir mit ein.
ZRS & Standortinfrastruktur.
- Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen
- Standortbefestigungen
- Entwässerungsmaßnahmen
- Geländeprofilierung und Erdmodellierung
Häufige Fragen zu Rosenheim.
Torf gibt unter Last stark nach und setzt sich über lange Zeit. Ohne Austausch oder Lastverteilung entstehen Mulden und Spurrinnen auf der Fläche.
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