Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen in Karlsruhe
In der Rheinebene trägt der Kies gut und nimmt Wasser rasch auf – genau deshalb ist der Schutz des darunterliegenden Grundwassers Teil jeder Flächenplanung.
KarlsruheZRS & Standortinfrastruktur in Karlsruhe.
Karlsruhe liegt überwiegend in der Oberrheinischen Tiefebene. Quartäre Kiese und sandige Kiese bis Mittelsande bilden den oberen Lockergesteinskörper und zugleich den Oberen Grundwasserleiter, einen Porengrundwasserleiter mit meist hoher Durchlässigkeit. Die Innenstadt liegt auf der Niederterrasse, dem Hochgestade, mehrere Meter über den Rheinauen im Westen und der Kinzig-Murg-Rinne im Osten. In der Rhein-Niederung ist das Grundwasser gebietsweise gespannt bis halbgespannt, was tiefe Eingriffe für Entwässerungsanlagen anspruchsvoller macht.
Für Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen am Mobilfunkstandort ist ein durchlässiger Kiesuntergrund zunächst günstig: Er lässt sich gut verdichten und nimmt Oberflächenwasser auf. Gleichzeitig führt Wasser auf direktem Weg in einen ergiebigen Grundwasserleiter. Wir planen die Entwässerung deshalb so, dass Niederschlag über eine bewachsene Bodenzone versickert und nicht ungefiltert eingeleitet wird. Im Osten, an Turmberg und Bergdörfern, steigt das Gelände auf Festgestein des Hügellands an.
Rheinebene, Auen und Hügelland
- 01
Hochgestade und Rheinauen
Die Rheinauen im Westen liegen tiefer als die Niederterrasse der Innenstadt und waren historische Überschwemmungszonen. Flächen dort planen wir mit Blick auf Höhenlage und Wasserrecht.
- 02
Durchlässige Kiese
Kies verdichtet gut und trägt Servicefahrzeuge zuverlässig. Für die Versickerung nutzen wir Mulden mit Oberboden, damit der Grundwasserleiter geschützt bleibt.
- 03
Östliches Hügelland
Am Grabenrand liegen die östlichen Stadtteile auf Festgestein; das Stadtgebiet reicht bis 323 m bei Grünwettersbach. Zufahrten dort brauchen Gefälle und eine Wasserführung am Hang.
In der Ebene bauen wir Zufahrten und Rangierflächen auf einem verdichteten Kiesplanum mit Tragschicht und wählen je nach Nutzung Schotterrasen, Pflaster oder Asphalt. Wasser führen wir über Quergefälle in flache Versickerungsmulden mit belebtem Oberboden. In der Rhein-Niederung, wo das Grundwasser gespannt sein kann, vermeiden wir tiefe Eingriffe. Am Turmberg und in den Bergdörfern passen wir die Trasse dem Hang an. Antennenanlagen sind nach LBO BW bis zu bestimmten Höhen verfahrensfrei, mit Anzeige bei der Gemeinde; Flächen klären wir im Einzelfall.
ZRS & Standortinfrastruktur.
- Zufahrts-, Rangier- und Serviceflächen
- Standortbefestigungen
- Entwässerungsmaßnahmen
- Geländeprofilierung und Erdmodellierung
Häufige Fragen zu Karlsruhe.
Technisch ja, weil die Kiese sehr durchlässig sind. Um den Oberen Grundwasserleiter zu schützen, versickern wir aber über eine bewachsene Bodenzone und nicht direkt in den Kies.
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