Windkraft- und Spezialfundamente im Rosenheimer Becken
Rosenheim steht auf den Ablagerungen eines eiszeitlichen Sees. Für große Fundamente sind weiche Beckensedimente und Moore das zentrale Thema.
RosenheimWindkraft- & Spezialfundamente in Rosenheim.
Der Inngletscher hat das Rosenheimer Becken ausgeschürft, der anschließend entstandene Rosenheimer See hinterließ sehr mächtige Ablagerungen. Sichtbare Reste sind Moore zwischen Raubling, Bad Aibling und Bad Feilnbach sowie der Simssee; im verlandeten Becken gab es ausgedehnte Moorbildungen, teils mit industriellem Torfabbau. Für ein Windkraft- oder Sonderfundament in Rosenheim und im Alpenvorland ist das eine anspruchsvolle Ausgangslage, denn Seeablagerungen und Moorböden sind setzungsempfindlich.
Das verlandete Seebecken ist nahezu eben, geht aber an vielen Stellen abrupt in eine relativ steile Uferböschung über. Am Zusammenfluss von Mangfall und Inn war das Gelände wegen sumpfigen Bodens lange nicht bebaubar. Welche Gründungsart ein großes Fundament hier braucht, entscheidet die Statik auf Basis eines Gutachtens. Wir setzen sie um: Baugrube, Bodenaustausch oder Tiefgründung nach Vorgabe, Weich- und Sauberkeitsschicht, Ankerkorb, Bewehrung, Schalung und Betonage.
Seebecken, Moor und Uferböschungen
- 01
Weiche Seeablagerungen
Die Sedimente des ehemaligen Rosenheimer Sees sind sehr mächtig. Für schwere Fundamente ist zu prüfen, ob eine Flachgründung ausreicht oder tiefer gegründet werden muss.
- 02
Moore und Torf
Moorbildungen im Becken bedeuten organische, stark zusammendrückbare Böden. Wo sie anstehen, sind Bodenaustausch oder Tiefgründung zu prüfen.
- 03
Erdbebenzone 0, Untergrundklasse S
Rosenheim liegt laut Zonentabelle in Erdbebenzone 0 mit geologischer Untergrundklasse S. Das ist bei der Bemessung zu berücksichtigen; maßgeblich ist der Einzelstandort.
- 04
Windzone 2
Nach der Zonenzuordnung liegt Rosenheim in Windzone 2, als Planungsgrundlage für Sonderbauwerke. Die Fundamentlasten ergeben sich aus der Statik.
Bevor die Baugrube geöffnet wird, klären wir mit Gutachter und Statiker, ob Bodenaustausch, Pfahlgründung oder eine andere Lösung vorgesehen ist. Beim Aushub in weichen Böden achten wir auf standsichere Böschungen und eine Sohle, die nicht durch Befahren gestört wird. Die Weichschicht kommt erst nach Abnahme der Sohle. An Uferböschungen des alten Seebeckens planen wir Kranstellfläche und Zufahrt gesondert. Ankerkorb und Schablone kontrollieren wir vor der Betonage nach Lage, Höhe und Neigung.
Windkraft- & Spezialfundamente.
- Baufeldvorbereitung und Baugrubenherstellung
- Weichschicht und Sauberkeitsschicht
- Schablone einrichten, Ankerkorb setzen und ausrichten
- Bewehrungs-, Schalungs- und Betonagearbeiten
- Ausschalen, Nachbehandlung und Kosmetikarbeiten
- Erdungsanbindung und Abnahmevorbereitung
Häufige Fragen zu Rosenheim.
Das hängt vom Standort ab. Die Beckensedimente sind mächtig und können setzungsempfindlich sein; ob eine Flachgründung möglich ist, entscheidet die Statik auf Basis des Baugrundgutachtens.
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