Seeton und Seeufer: Spezialgründung in Konstanz
In der Konstanzer Altstadt liegt unter Auffüllungen weicher Seeton, der stark setzungsgefährdet und erschütterungsempfindlich ist. Auf dem Bodanrück sieht der Baugrund anders aus.
KonstanzSpezialgründung & Wasserhaltung in Konstanz.
Nach einem dokumentierten Fallbeispiel des Landesamts liegen in der Altstadt unter einer Auffüllung bis in große Tiefe breiige bis weiche, feuchte bis nasse Hasenweiler-Beckensedimente aus schluffigem Ton. Sie gelten als stark setzungsgefährdet und erschütterungsempfindlich. Tragfähig sind erst die darunterliegenden, konsolidierten Bodensee-Sedimente, tiefer folgt kiesige Moräne. Für das Gebäude im Fallbeispiel wurde deshalb auf Bohrpfählen gegründet, Rammpfähle waren wegen der Erschütterungen ausgeschlossen.
Dieser Befund gilt für den Seeuferbereich der Altstadt, nicht für den Bodanrück, auf dem die neueren Stadtteile zwischen Untersee und Überlinger See liegen. Einen belegten Grundwasserstand gibt es nicht, auch wenn die Beckensedimente als feucht bis nass beschrieben sind. Hinzu kommt das Bodensee-Hochwasser, bei dem es bereits zu wochenlangen Überflutungen am Ufer kam. Für ufernahe Funkstandorte sind Baugrube und Gründung daher mit besonderer Sorgfalt zu planen.
Konstanzer Bedingungen am See
- 01
Setzungsgefährdeter Seeton
Die weichen Beckensedimente der Altstadt tragen kaum. Verlangt das Gutachten eine Tiefgründung, richten wir Baugrube, Wasserhaltung und Polster danach aus.
- 02
Erschütterungsempfindlichkeit
Der Seeton reagiert empfindlich auf Erschütterungen. Wir wählen Aushub- und Verdichtungsgerät so, dass Bestand und Untergrund geschont werden.
- 03
Seehochwasser
Hohe Seestände führten bereits zu wochenlangen Überflutungen am Ufer. Ufernahe Baugruben planen wir mit Blick auf den Seepegel.
- 04
Zonen als Planungsgrundlage
Als Bodensee-Anrainer liegt Konstanz nach der Zonenzuordnung in Windzone 2, uferferne Teile des Bodanrücks ggf. in Zone 1; nach der Karte der Erdbebenzonen Baden-Württemberg in Zone 2. Maßgeblich ist der Einzelstandort.
Für ufernahe Konstanzer Standorte prüfen wir zuerst, ob Beckensedimente in Gründungstiefe anstehen. Wir heben erschütterungsarm aus, tauschen Auffüllungen und weiche Schichten im vom Gutachten vorgegebenen Umfang aus und verdichten das Polster mit Gerät, das den Seeton nicht unnötig anregt. Nasse Sohlen halten wir mit offener Wasserhaltung trocken. Auf dem Bodanrück richten wir das Vorgehen nach dem dort angetroffenen Boden aus. Plattendruckversuche belegen die Tragfähigkeit. Schneelastzone 1 und Erdbebenzone 2 gehen als Planungsgrundlage in die Statik ein.
Spezialgründung & Wasserhaltung.
- Bodenverbesserung und Bodenaustausch
- Gründungspolster lagenweise verdichtet
- Wasserhaltung bei anstehendem Grundwasser
- Fels- und Sonderaushub
- Baugrubensicherung und Böschungssicherung
- Verdichtungsnachweise und Plattendruckversuche
Häufige Fragen zu Konstanz.
Die Beckensedimente der Altstadt gelten als erschütterungsempfindlich. In einem dokumentierten Fall wurden Rammpfähle deshalb ausgeschlossen und Bohrpfähle verwendet. Wir wählen auch beim Aushub und Verdichten erschütterungsarme Verfahren.
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