Rohbau Technikgebäude Passau – Fels, Hochwasser, Schneelast
In der Dreiflüssestadt Passau treffen drei Randbedingungen zusammen, die ein Technikgebäude prägen: harter Untergrund, Hochwasser und erhöhte Schneelasten.
PassauRohbau & Technikgebäude in Passau.
Die Altstadt von Passau liegt auf einer langgestreckten Halbinsel zwischen Donau und Inn, auch die Ilz mündet hier. Die Flüsse haben sich in das kristalline Grundgebirge der Böhmischen Masse eingeschnitten; das Durchbruchstal hat stellenweise eine hohe Reliefenergie. Nördlich der Donau läuft der Bayerische Wald aus, südlich des Inns schließt flachwelliges Molassehügelland an. Wer hier ein Technikgebäude baut, findet entweder Fels oder steiles Gelände, häufig beides.
Wir errichten Gründungsplatten, Stahlbetonwände, Mauerwerk, Decken und Sockel für Schalt- und Technikgebäude, auf Wunsch auch als Fertigteilbau. In Passau steht die Höhenlage des Technikraums im Mittelpunkt: Die Stadt hat wiederholt schwere Hochwasser an Donau, Inn und Ilz erlebt, zuletzt mit der schwersten Überschwemmung seit Jahrhunderten. Flussnahe Lagen kommen für empfindliche Technik deshalb nur mit sehr sorgfältiger Prüfung in Frage, und die Sockelhöhe wird nicht geschätzt, sondern aus amtlichen Daten abgeleitet.
Randbedingungen in der Dreiflüssestadt
- 01
Hochwassergefährdete Lagen
An Donau, Inn und Ilz ist mit Hochwasser zu rechnen. Fußbodenhöhe, Kabeleinführung und Lage des Gebäudes leiten wir aus den amtlichen Hochwasserdaten ab.
- 02
Kristalliner Untergrund
Nördlich der Donau steht das Grundgebirge an. Fels trägt gut, der Aushub für Platte und Kabelwege kann aber Felsarbeit erfordern.
- 03
Schneelastzone 3a
Die Zonenzuordnung weist Passau der Schneelastzone 3a zu, einer Zone aus dem bayerischen Forschungsprojekt zu erhöhten Schneelasten. Die Decke wird nach der Statik des Einzelstandorts bemessen.
Für Passau beginnt die Planung bei der Höhe: Wir legen die Oberkante des Fußbodens oberhalb der maßgeblichen Hochwasserstände an und führen Kabel von oben oder über dichte Durchführungen ein. Auf Fels gründen wir mit Ausgleichsschicht, um Unebenheiten der Felsoberfläche abzufangen. Die Decke bemessen wir für Schneelastzone 3a und prüfen, ob Fertigteile bei diesen Lasten wirtschaftlich bleiben oder Ortbeton sinnvoller ist. Windzone 1 dient als Planungsgrundlage; maßgeblich ist die Statik des Einzelstandorts.
Rohbau & Technikgebäude.
- Bodenplatten und Fundamentplatten
- Stahlbetonarbeiten mit Schalung und Bewehrung
- Mauerwerksarbeiten
- Setzen von Betonfertigteilen und Technikgebäuden
- Aussparungen, Kabeldurchführungen und Sockel
Häufige Fragen zu Passau.
Die Zone weist auf erhöhte Schneelasten hin und stammt aus dem bayerischen Forschungsprojekt. Wir übernehmen sie als Planungsgrundlage in die Statik, die die Decke für den konkreten Standort bemisst.
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