Funkmastfundamente in Tübingen: Keuperhänge und Erdbebenzone 3
Nach der Landeskarte liegt ganz Tübingen in Erdbebenzone 3. Dazu kommt ein Baugrund, der zwischen stabilem Sandstein und rutschgefährdetem Knollenmergel wechselt.
TübingenFunkmastfundamente in Tübingen.
Der Untergrund Tübingens besteht überwiegend aus Mittlerem Keuper; auf den Höhen folgen Schichtflächen des Unterjuras, meist mit Lössauflage. Stubensandstein und Lias gelten als stabiler Baugrund, der plastische Knollenmergel dagegen als schlecht bebaubar; der Nordhang des Österbergs ist als labiler Baugrund unbebaut. In der Talebene liegen alluviale Schotter. Für ein Funkmastfundament entscheidet damit die Schicht, in der die Sohle liegt, über Gründungsart und Vorsichtsmaßnahmen.
Nach der Karte der Erdbebenzonen Baden-Württemberg liegt das gesamte Stadtgebiet einschließlich Bebenhausen, Lustnau, Hirschau, Derendingen und Kilchberg in Zone 3, der höchsten Zone in Deutschland. Nach der Zonenzuordnung gilt zudem Windzone 1 und Schneelastzone 2. Das Gelände reicht von 307 m im Neckartal bis 515,2 m am Hornkopf. Maßgeblich bleibt die Prüfung am Einzelstandort und seine Statik, die wir mit Baugrube, Bewehrung und Betonage umsetzen.
Tübinger Baugrund und Lasten
- 01
Knollenmergel
Die Trossingen-Formation ist ein wiederkehrender Rutschhorizont und wegen quellfähiger Tonminerale bei Wasserzutritt ungünstig. Steht sie im Gründungsbereich an, planen wir tiefer oder mit Bodenaustausch nach Gutachten.
- 02
Stabile Sandsteine
Stubensandstein und Lias gelten als stabiler Baugrund. Liegen sie in erreichbarer Tiefe, können sie eine wirtschaftliche Gründungsschicht sein.
- 03
Erdbebenzone 3
Im ganzen Stadtgebiet ist mit dem Erdbebennachweis zu rechnen. Er kann Bewehrung und Abmessungen des Fundaments mitbestimmen.
Bei Tübinger Standorten am Hang prüfen wir zuerst, ob Knollenmergel im Spiel ist. Ist das der Fall, halten wir Wasser konsequent von Baugrube und Sohle fern, öffnen die Grube abschnittsweise und betonieren zügig. In der Neckartalebene auf Schottern sind Baugruben meist einfacher, die Lage zum Grundwasser wird dort über das Gutachten geklärt. Die Bewehrung aus dem Erdbebennachweis bauen wir vollständig und lagegenau ein. Die Mobilfunkanlage ist nach LBO Baden-Württemberg vorab der Gemeinde anzuzeigen.
Funkmastfundamente.
- Erdarbeiten und Baugrubenerstellung
- Schalungs- und Bewehrungsarbeiten
- Herstellung von Mastfundamenten
- Betonage und Fundamentfertigstellung
- Fundamentertüchtigungen und Umbauten im Bestand
Häufige Fragen zu Tübingen.
Nach der Karte der Erdbebenzonen Baden-Württemberg ja, einschließlich aller Stadtteile. Die Zuordnung wurde von der Karte abgelesen und wird am Einzelstandort geprüft.
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