Mastfundamente in Regensburg: Gründen an einer geologischen Nahtstelle
Rund um Regensburg treffen Grundgebirge, Frankenalb und Alpenvorland aufeinander. Für Funkmastfundamente heißt das: erst erkunden, dann bemessen.
RegensburgFunkmastfundamente in Regensburg.
Kaum eine Stadt in Bayern liegt geologisch so sehr an einer Grenze wie Regensburg. Kristallines Grundgebirge, das Stufenland der Frankenalb und das Alpenvorland mit Tertiärhügelland und Dungauebene stoßen hier zusammen. Am Donauhang stehen verkarstete Massenkalke des Oberen Jura an, überlagert von Sanden und Tonen der Kreide und dem Regensburger Grünsandstein. Ein Mastfundament auf der einen Donauseite kann deshalb ganz andere Voraussetzungen haben als eines wenige Straßen weiter.
Gelände und Bestand kommen hinzu. Frankenalb und Falkensteiner Vorwald setzen sich mit einer markanten Steilstufe von der Donauebene ab, nach Süden geht die Landschaft fließend ins Hügelland über. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, Arbeiten im historischen Kern unterliegen Denkmalschutzauflagen. Nach der Zonenzuordnung liegt Regensburg in Windzone 1 und Schneelastzone 1a, außerhalb von Erdbebenzonen; maßgeblich ist die Statik des Einzelstandorts. Wir setzen Fundamente danach um, vom Neubau bis zur Ertüchtigung.
Örtliche Randbedingungen für die Gründung
- 01
Verkarsteter Jurakalk
In verkarstetem Kalk können Hohlräume und aufgelockerte Zonen auftreten. Liegt ein Standort im Bereich der Massenkalke, legen wir Wert auf eine Baugrunderkundung, die das berücksichtigt.
- 02
Steilstufe zur Donauebene
Am Rand von Frankenalb und Vorwald steigt das Gelände abrupt an. Baugruben in Hanglage sichern wir gegen Rutschen und planen die Zufahrt für Betonfahrzeug und Kran mit.
- 03
Welterbe Altstadt
Im historischen Kern greifen Denkmalschutzauflagen. Verfahrensfreiheit nach Art. 57 BayBO entbindet davon nicht; wir stimmen Baustelleneinrichtung und Eingriffe entsprechend ab.
Weil Grundwasserdaten für Regensburg nicht allgemein vorliegen, stützen wir uns vollständig auf das Baugrundgutachten des Standorts. Daraus leiten wir ab, ob wir auf Fels, Kreidesand oder Lockergestein gründen und welche Aushubmethode passt. In Hanglage an der Steilstufe arbeiten wir mit gesicherten Böschungen oder Verbau. Für Standorte im Umland mit höherer Schneelastzone übernehmen wir die Werte der jeweiligen Gemeinde in die Abstimmung mit der Statik. Bewehrung und Betonage folgen der Maststatik ohne Abweichung.
Funkmastfundamente.
- Erdarbeiten und Baugrubenerstellung
- Schalungs- und Bewehrungsarbeiten
- Herstellung von Mastfundamenten
- Betonage und Fundamentfertigstellung
- Fundamentertüchtigungen und Umbauten im Bestand
Häufige Fragen zu Regensburg.
Ja, das ist möglich. Die Stadt liegt nach der Zonenzuordnung in Schneelastzone 1a, viele Gemeinden im Landkreis in Zone 2. Für Bayern sind zusätzlich die Ergebnisse des Forschungsprojekts zu Schneelasten zu berücksichtigen.
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