Funkmastfundamente in Konstanz: Seeton, Ufer und Bodanrück
In der Konstanzer Altstadt liegt weicher Seeton unter dem Pflaster. Mastfundamente auf solchem Grund brauchen eine andere Lösung als auf dem Bodanrück.
KonstanzFunkmastfundamente in Konstanz.
Unter einer Auffüllung liegen in der Konstanzer Altstadt breiige bis weiche, nasse Hasenweiler-Beckensedimente aus schluffigem Ton, die als stark setzungsgefährdet und erschütterungsempfindlich gelten. Tragfähig sind erst die darunter folgenden konsolidierten Bodensee-Sedimente, in größerer Tiefe kiesige Moräne. Beim Postamt wurde deshalb auf Bohrpfählen gegründet, Rammpfähle waren wegen der Erschütterungen ausgeschlossen. Für ein Funkmastfundament im Seeuferbereich ist eine Tiefgründung damit eine realistische Option.
Die neueren Stadtteile liegen auf dem hügeligen Bodanrück zwischen Untersee und Überlinger See, für den dieser Befund nicht gilt. Nach der Zonenzuordnung liegt Konstanz als Bodensee-Anrainer in Windzone 2, einzelne Bereiche weiter vom Ufer entfernt gegebenenfalls in Windzone 1; Schneelastzone 1. Nach der Karte der Erdbebenzonen Baden-Württemberg liegt das Stadtgebiet in Zone 2. Maßgeblich ist die Prüfung und Statik am Einzelstandort.
Am See gründen
- 01
Seeton
Weiche Beckensedimente setzen sich unter Last stark und reagieren empfindlich auf Erschütterungen. Wir wählen erschütterungsarme Verfahren wie Bohrpfähle statt Rammen.
- 02
Bodensee-Hochwasser
Bei hohem Seestand wird das Ufer über Wochen überflutet. Für ufernahe Standorte berücksichtigen wir das bei Auftrieb und Bauzeit.
- 03
Windzone 2 am Ufer
Für den Bodensee und seine Anrainergemeinden gilt Windzone 2. Die höhere Windlast vergrößert das Kippmoment, das Pfähle oder Fundament aufnehmen müssen.
- 04
Erdbebenzone 2
Das ganze Stadtgebiet liegt nach der Karte in Zone 2. Der Erdbebennachweis gehört zur Statik und wird am Standort geprüft.
Für Standorte in Altstadt und Seeufer planen wir mit dem Gutachten, wie tief die weichen Beckensedimente reichen und ob eine Flachgründung überhaupt infrage kommt. Ist eine Tiefgründung nötig, setzen wir auf erschütterungsarme Verfahren, um Nachbarbebauung auf dem empfindlichen Seeton nicht zu gefährden. Auf dem Bodanrück sind die Bedingungen andere; dort richten wir Baugrube und Gründung nach dem jeweiligen Gutachten aus. Bauzeiten an der Uferlinie stimmen wir auf Seestände und örtliche Bauzeitfenster ab.
Funkmastfundamente.
- Erdarbeiten und Baugrubenerstellung
- Schalungs- und Bewehrungsarbeiten
- Herstellung von Mastfundamenten
- Betonage und Fundamentfertigstellung
- Fundamentertüchtigungen und Umbauten im Bestand
Häufige Fragen zu Konstanz.
Die Beckensedimente der Altstadt gelten als erschütterungsempfindlich. Beim Postamt waren Rammpfähle deshalb ausgeschlossen, gegründet wurde auf Bohrpfählen.
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