Erdungsanlagen für Mobilfunkstandorte in Stuttgart
Im Stuttgarter Talkessel ist der Tiefenerder nicht automatisch die erste Wahl. Quellfähiges Gestein und Schutzzonen für Heilquellen sprechen oft dagegen.
StuttgartErdungsanlagen & Blitzschutz in Stuttgart.
Unter der Sohle und den unteren Hängen des Talkessels stehen Schichten des Gipskeupers an. Im unausgelaugten Zustand enthalten sie Anhydrit, der sich bei Wasserzutritt in Gips umwandelt und dabei quillt; Hebungen und Quelldruck sind die Folge. Für die Erdung ist das relevant, weil Bohrungen oder eingetriebene Tiefenerder Wasserwege in den Untergrund schaffen können. Wir prüfen deshalb vor jedem Eingriff in die Tiefe, ob quellfähige Schichten erreicht werden könnten.
Hinzu kommt das Heilquellenschutzgebiet, das einen großen Teil des Stadtgebiets umfasst. Es ist in Zonen gegliedert, mit abgestuften Beschränkungen für Eingriffe ins Grundwasser. Tiefenerder, die Grundwasser erreichen, sind dort nicht ohne Weiteres möglich. In vielen Fällen planen wir stattdessen mit Fundamenterder und flach verlegtem Ringerder und erreichen die nötige Wirkung über die Fläche. Wo Tiefe unvermeidbar ist, stimmen wir das vorab mit der zuständigen Behörde ab.
Gipskeuper, Heilquellen und Hanglagen
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Quellfähiger Anhydrit
Wasser, das über Bohrungen in unausgelaugten Gipskeuper gelangt, kann Quellhebungen auslösen. Tiefe Erder vermeiden wir dort oder klären sie vorher geotechnisch.
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Heilquellenschutzgebiet
Kern-, Innen- und Außenzone setzen unterschiedliche Grenzen für Eingriffe ins Grundwasser. Die Lage des Standorts in diesen Zonen bestimmt mit, welche Erderart in Frage kommt.
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Auffüllungen und Tonböden
Das Landesamt weist auf Auffüllungen und auf schwindende und quellende tonige Verwitterungsböden hin. Leitfähigkeit und Lage solcher Schichten sind uneinheitlich, deshalb messen wir.
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Geteilte Erdbebenzone
Nach der Karte der Erdbebenzonen BW liegen Innenstadt, Westen und Süden überwiegend in Zone 1, nördliche und neckarnahe Stadtteile in Zone 0. Maßgeblich ist die Prüfung am Einzelstandort.
Wir klären zuerst, in welcher Schutzzone der Standort liegt und welcher Untergrund zu erwarten ist. Danach verlegen wir den Fundamenterder aus Edelstahl in der Bewehrung und ergänzen bevorzugt einen Ringerder in frostfreier Tiefe, bei Bedarf mit Erderstrahlen. Tiefenerder setzen wir nur, wo Gipskeuper und Heilquellenschutz das zulassen. Bei Hangstandorten im Kessel führen wir Leitungen hangparallel. Mast, Technik und Zaun verbinden wir im Potentialausgleich, die Messung belegt das Ergebnis im Protokoll.
Erdungsanlagen & Blitzschutz.
- Fundamenterder aus V4A-Bandeisen
- Ringerder und Tiefenerder
- Anschlussfahnen und Erdungsfestpunkte
- Potentialausgleich für Mast, Technik und Zaunanlage
- Erdungsmessung und Erdungsprotokoll
Häufige Fragen zu Stuttgart.
Weil sie im Gipskeuper Wasserwege schaffen und im Heilquellenschutzgebiet Grundwasser berühren können. Flächige Erder erreichen die Wirkung ohne diese Risiken.
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